Zinsen für Baufinanzierung

Zinsen für Baufinanzierung

Mehr als 95 Prozent aller Bürger, die ein Haus kaufen oder bauen lassen möchten, müssen zur Finanzierung eine Baufinanzierung nutzen, da das vorhandene Eigenkapital nicht ausreicht, um alle entstehenden Kosten zu decken.
Der größte Kostenfaktor im Zuge einer solchen Immobilienfinanzierung sind die Zinsen, die vom Kreditnehmer zu zahlen sind. Die Zinsen, die im Zuge einer Baufinanzierung anfallen, werden als Bauzinsen oder auch als Hypothekenzinsen bezeichnet und bewegen sich im Vergleich zu den Zinsen anderer Kreditarten auf einem recht niedrigen Niveau. Wie sich die Zinsen für Baufinanzierungen im Zeitverlauf entwickelt haben, zeigt der folgende Chart:


Entwicklung der Hypothekenzinsen immer im Blick, ein Service von Interhyp.

Zinssätze für Baufinanzierungen hängen von vielen Faktoren ab

Generell hängen die Zinsen einer Baufinanzierung von verschiedenen Faktoren ab, die auch beim Vergleich der Angebote eine Rolle spielen, den der zukünftige Immobilienbesitzer auf jeden Fall durchführen sollte. Sollten Sie bereits ein Angebot für eine Baufinanzierung vorliegen haben, können Sie dessen Zinssatz hier mit dem Zinssatz der Interhyp AG vergleichen:

Die Marktzinsen und der EZB-Leitzinssatz als wichtige Faktoren

Der wohl grundlegendste Einflussfaktor auf die Bauzinsen sind die allgemeinen Marktzinsen bzw. der EZB-Leitzinssatz. An den Leitzinsen orientieren sich im Prinzip alle Banken, was deren eigene Zinskonditionen angeht.

Bewegt sich der Leitzinssatz, wie es aktuell (Mitte 2011) der Fall ist, auf einem relativ niedrigen Niveau, so befinden sich auch die Kreditzinsen im unteren Bereich, somit auch speziell die Zinsen für Baudarlehen. Eine Erhöhung des Leitzinses, wie in der jüngsten Vergangenheit geschehen, würde demnach mit großer Wahrscheinlichkeit auch eine Erhöhung der Bauzinsen mit sich bringen.

Insofern hat auch die Einschätzung der Banken, was die zukünftige Entwicklung der Zinsen angeht, auf jeden Fall eine Auswirkung darauf, welcher Zinssatz den Kunden im Zuge der Baufinanzierung angeboten wird.

Laufzeit, Tilgung und Zinsbindung als weitere Einflussfaktoren

Neben den allgemeinen Marktzinsen, dem EZB-Leitzinssatz und der erwarteten Zinsentwicklung haben noch weitere Faktoren einen Einfluss auf die Höhe der Zinsen im Zuge der Baufinanzierung.

Man spricht hier auch von den „inneren“ Faktoren, da diese direkt mit dem konkreten Kreditangebot zu tun haben. So hat zum Beispiel die vereinbarte Laufzeit des Kredites einen Einfluss auf die Höhe des Zinssatzes, welchen die Bank veranschlagt.

Mit der Laufzeit ist weniger die Gesamtlaufzeit des Darlehens gemeint, sondern eher die Dauer der Zinsbindung, falls sich der Kreditnehmer für eine Zinsfestschreibung und nicht für einen variablen Zinssatz entscheidet. Eine lange Zinsbindung sollte immer dann gewählt werden, wenn die Zinsen aktuell niedrig sind oder/und zukünftig steigende Zinssätze erwartet werden.

In einer Niedrigzinsphase wird der Zinssatz für eine beispielsweise 10-jährige Zinsfestschreibung zwar immer etwas höher als für eine fünfjährige Zinsbindung sein, aber dafür sichert sich der Kreditnehmer die mitunter sehr günstigen Zinsen eben nicht nur für fünf, sondern direkt für die nächsten zehn Jahre. Auch die Tilgung kann die Höhe des Zinssatzes beeinflussen, denn je höher die anfängliche Tilgung ist, desto geringer ist der Effektivzinssatz.

Die Bonität des Kreditnehmers und der Wert der Sicherheiten

Die Bonität (Kreditwürdigkeit) des Kreditnehmers beeinflusst den Zinssatz beim Baudarlehen ebenfalls in einem nicht unerheblichen Umfang. Die Bank macht sich anhand der Schufa, Einkommens- und Vermögensnachweisen, der Einnahmen- Ausgabenrechnung und noch weiterer Informationen ein Bild über die Kreditwürdigkeit des Kreditsuchenden.

Je besser diese ist, umso geringer kann der Zinssatz letztendlich ausfallen. Denn eine gute Bonität des Kunden bedeutet für die kreditgebende Bank, dass das Ausfallrisiko des Kredites recht gering ist, sodass der Zinssatz ebenfalls etwas geringer sein kann. Kunden mit einer geringeren Bonität oder auch mit einem relativ geringen Anteil an Eigenkapital müssen demgegenüber mit einem höheren Zinssatz rechnen.

Auch der Wert der Sicherheiten hat einen Einfluss auf die Zinsen. Im Zuge der Baufinanzierung ist die Grundschuld die übliche Sicherheit, jedoch deckt diese fast nie 100 Prozent der vergebenen Darlehenssumme ab. Insofern sind oftmals noch weitere Sicherheiten zu stellen, und je nachdem, wie gut diese verwertet werden könnten, kann der Zinssatz nach “oben” oder “unten” angepasst werden.

Wie ist eine möglichst günstige Baufinanzierung zu erhalten?

Die Basis für die Nutzung einer möglichst günstigen Baufinanzierung ist zunächst einmal der detaillierte Vergleich der Angebote. Dieser kann heute bequem mittels Baufinanzierungsrechner und Kreditvergleiche im Internet vorgenommen werden.

Wie zuvor beschrieben gibt es aber noch einige Tipps, wie der Kreditsuchende den Zinssatz positiv beeinflussen kann und somit ein günstigeres Angebot als die Standardkonditionen der Bank erhalten kann.

Sehr positiv ist zum Beispiel, wenn ausreichend Eigenkapital in die Finanzierung mit eingebracht werden kann. Üblicherweise sind 15-20 Prozent, wenn also beispielsweise sogar 25 oder 30 Prozent Eigenkapital vorhanden sind, würde das den Zinssatz sicherlich etwas reduzieren.

Auch das Stellen von Sicherheiten ist ein positiver Einflussfaktor auf die Bauzinsen. Sind neben der Grundschuld keine materiellen Werte als Sicherheit vorhanden, könnte zum Beispiel eine Bürgschaft dazu beitragen, den Zinssatz aufgrund dieser zusätzlichen Sicherheit nochmals etwas zu senken. Neben dem Kapital zählen übrigens auch Eigenleistungen am Bau zum Eigenkapital, da sie den Fremdkapitalbedarf reduzieren.

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